Mrz

1

Hallo Freunde der Original Favorite

By Coffee2Cup

Ich kann nur hoffen, das jemand entweder mit Absicht oder aus Versehen hier auf meinen Blog kommt und das liest:
Ich habe eine Zwanger Typ 3, ohne eine Idee zu haben, wie ich die denn verdrahten muß, sozusagen einen Stromlaufplan.
Diese Mühle sieht gut aus und deshalb möchte ich sie sehr gerne wieder in den Betrieb nehmen.
Maschine_Komlett
Bodenplatte_2Bodenplatte_1

Ich besaß schon einmal eine OF Typ 3 gehabt und mir auch den genauen Stromlaufplan aufgeschrieben – leider ist dieses Document weg. Da ich zu dieser Zeit auch keine Digitalkamera hatte, konnte ich auch kein Bild davon machen.

Falls jemand eine von diesen Mühlen ‚Original Favorite Typ3‘ ‚Typ 2‘ oder ‚Typ 1‘ hat oder aber Freunde von euch, möchte ich euch bitten, das ihr die Bodenplatte entfernt und ein paar Photos von den E-Teil(en) zu machen und sie mir zukommen lasst.
Entweder via [Sea]Mail oder via Post.
Ich benötige die Anschlüsse / Kabelfarben, wo sich die Kabel befinden und was sich sonst noch darin befindet.

Ich bedanke mich herzlichst für euer Interesse und hoffe darauf, das jemand eine OF Typ 3, 2 oder 1 noch auf dem Speicher, Keller oder als Dekostück zu stehen hat.

Tschüß
Jan & Chehna


°° C2C °°

Feb

15

Chehna lahmt

By Coffee2Cup

Da Chehna sich irgendwo eine Glasscherbe oder einen umgedrehen Kronenkorken in die rechte hintere Pfote eingezogen hat, mußte ich mit ihr zum TA.
Ich fahre immer, naja, mein Väterchen fährt mich immer nach Glückstadt zu Dr. Thomas Nehring, da er meiner Meinung nach der beste und auch der preisgünstigste ist.
Es gibt meiner bescheidenen Meinung nach nur drei/vier gute Tierärzte hier und die befinden sich alle außerhalb Elmshorns.
Ausserdem „repariert“ er die Hunde und Kleintiere nicht nur mit Chemie (Pillen, Spritzen), sondern auch mit alternativen Methoden. Er erklärt auch, was er am Tier unternimmt.

Diesmal ging es nicht anders als mit Pillen und Spritzen. Leider hat er mich vergessen aufzuklären, was das Medikament für Nebenwirkungen hat.
Ich habe hier mal ein .pdf File Previcox57/227.pdf.
Selbstredend hat es meinen Hund die Schmerzen genommen. Und wir sehen ja auch mit immer auf den ‚Waschzettel‘ der jedem Medikament beiliegt, wenn der Arzt es uns vergisst zu sagen.

Da mein Hund ja sonst Hummeln im Mors hat, verflogen sich diese mit jedem Medikament mehr, bis sie gar keine mehr hatte und sie nur noch hinter mir hergeschlichen ist. Ich war ganz schön froh, das die Medikamentengabe nur über fünf Tage ging. Danach kamen ‚zwei Hummeln‘ täglich dazu.

Ich hatte schon befürchtet, das eine Sehne in ihrer Pfote angerissen sein könnte.
Und selbstverständlich kam sie an die Leine!
Das ist ja wohl klar.


°° C2C °°

Feb

12

Gedankensplitter [Teil 4]

By Coffee2Cup

Gegebenheiten aus dem alten FZZA in den Jahren 1961-64
aufgeschrieben von Volcker Spaan (c).


Unsere Lehrgangsteilnehmer ließen nach dem Lehrgang ihre Unterlagen und sonstige Sachen gerne durch unsere Kraftfahrer zu ihren Dienststellen im ganzen Bundesgebiet bringen. Da einer von unseren Lagerarbeitern beim Verpacken dieser Sachen gerne irgendwelche einschlägige Zeitschriften dazulegte, bekam unser Amt öfter mal Beschwerdeanrufe.
Der Haussegen hing bei den Lehrgangsteilnehmern ganz schön schief


Unsere Kraftfahrer fuhren einmal in der Woche Richtung Dänemark. Bei der Rückkehr wurden sie schon sehnsüchtig erwartet. In der damaligen Zeit gab es nur in Dänemark ,ähm, diese besonderen Hefte


Kollege T. hatte Ärger mit seiner KFZ-Werkstatt. Dauernd gab es wegen der Reparaturen etwas zu meckern. Das Telefon klingelte. Er dachte, es wäre der erwartete Anruf von der Werkstatt und legte gleich los mit den Beschwerden in einem sehr harten Ton. Die Kollegen rundherum bestärken ihn mit Zurufen wie: ‚Gibs ihm, laß dir das nicht gefallen‘ usw.
Irgendwann merkte er das auf der anderen Seite nicht die Werkstatt, sondern Herr D., sein Chef war


Herr H. hatte sich einen Bart wachsen lassen. Nach ca. sechs Monaten kamen die Mitarbeiter auf die Idee ihm den Bart zu stutzen. Zwei Kollegen hielten ihn fest, während W.W. mit einer Papierschere die Barthaare stutzte. Er mische sie unter den Tabak eines Kollegen, der gerade nicht ihm Raum war. Der Kollege T. rauchte später seine Pfeife so wie immer – er hat nichts gemerkt.


In der Kantine wurde nach Feierabend öfter mal Skat gespielt. Das wurde dann auch mal später. Etwas später. Herr W., der Kantinenpächter, hielt es meist bis 22:00 Uhr aus. Dann machte er Feierabend, legte einen Schreibblock hin, und ließ die Verkaufsräume offen. Jeder der noch ein Bier haben wollte, holte es sich und schrieb seine Schulden auf.
Welches Vertrauen!


C. S. war begeisterter Eisenbahnfan. Er wollte seinen Kollegen in der Konstruktion einmal seine Minieisenbahn vorführen. Er baute alles auf einer Holzplatte auf und wollte es am nächsten Morgen den Mitarbeitern zeigen. H-J.K. hatte unbemerkt einen langen dünnen Plasikschlauch zwischen der Modellbahnplatte und seinem, nur ein paar Meter entfernten, Arbeitsplatz montiert. Als am nächsten Morgen die Bahn ihre Runden drehte, blies er Zigarrettenrauch durch den Schlauch und es sah aus als wenn die Lokomotive ihren Rauch ausstieß. Mit diesen dünnen Schlauch konnte man auch ganz andere Sachen machen


Herr I. packte nach dem Dauerlauf im Prüffeld die instandgesetzten Fernschreiber auf die fahrbaren Regale. Dazu wurden die Papiere an die dafür vorgesehenen Halter mit Büroklammern festgemacht. Er hatte die Angewohnheit sämtliche Klammern die er fand, zu einer langen Kette zu verbinden. Diese Kette wurde dann wieder in die Büroklammerbox gesteckt.
Die anderen Kollegen waren sauer, wenn sie diese Kette auseinanderpusseln mußten.


K.D. erzählte jedem, das er der größte ‚Ringer‘ sei. Er sei ein Thürringer.

K.D. sollte nach der Flutkatastophe die Toilettenräume im Atlasgebäude streichen. Diese Räume waren durch die dort einquartierten Schweine sehr lädiert worden. Er fing aber mit der Malerei schon an, bevor die Schweine ausquartiert worden waren. Er hat dann die Schweine gleich mit angestrichen


Das FZZA war eine Dienststelle der Deutschen Bundespost. Alle Geräte durften nur von den Mitarbeitern benutzt werden. Eine Fremdfirma hatte im Gebäude eine Bitumendecke gegossen. Beim Heißverlegen fing diese Feuer. Der nächste Feuerlöscher auf der Wache durfte nicht benutzt werden. Diese Arbeiter waren ja nicht von der Deutschen Bundespost – es wurde mit anderen Mitteln gelöscht!


Herr S. war der felsenfesten Meinung in seinem KFZ sei kein Rückwärtsgang.
Die Lehrlinge mußten ihn dann immer aus der Parklücke schieben.

Den Namen ‚Jan Saft‘ bekam er nach folgender Begebenheit:
Beim Aufbau der Werkstätten im FZZA mußten ja zahlreiche Kabel für Netzspannung und Telefonie verlegt werden. Beim Ausmessen der Spannungen rief er dann als Prüfer beim Zeigerausschlag des Meßgerätes: ‚Saft ist da!‘ Und J. hieß er selbst


Warum hatten wir ihn der Fernschreiberwerkstatt ganz lange Schraubendreher?
Damit wir weit, weit weg von der Arbeit waren


In den ersten Jahren wurde am Freitag der Lohn in den Werkstätten noch bar ausbezahlt (Lohntütenball). Der Kassenwart ging dann mit einer weiblichen Hilfskraft durch die Räumlichkeiten. Diese Hilfskraft mußte dann ein Pistole mitschleppen. Sie hatte, nach Befragen, keine Ahnung wie solch eine Pistole funktionierte!
Aber: Vorschrift ist nun mal Vorschrift!

Fr. H.S. war die erste Frau in der Fernschreiberwerkstatt. Es wurde ein Brett zusätzlich vorne am Werktisch angebracht. Damit war sie vor den Blicken der männlichen Mitarbeiter geschützt.
Wir nannten das Brett: ‚Schambrett‘


E.P. war verantwortlich für die Dusch und Badeanlagen. Er trug dann, sehr stolz, seine weiße Bademeisteruniform.
Da E. manchmal dem Alkohol sehr zugesprochen hatte, sah man ihn dann in der „Königsstrasse“ in seinem weißen Anzug.
Einmal regelte er so am Sandberg den Verkehr


G.F. wurde in eine andere Werkstatt in den dritten Stock versetzt. Seine Mitarbeiterin war schon drei Wochen früher in diese Werkstatt gekommen.
Als G. sich vorstellte, erklärte die Mitarbeiterin: ‚Ich kenne ich schon von da unten!‘

(Eigennamen wurden aus redaktionellen Gründen verändert oder aber abgekürzt.)


°° C2C °°

Jan

31

Original Favorite Reparaturanleitung III

By Coffee2Cup

Da jede Original Favorite sich im Typ unterscheiden, z.b habe ich eine mit dem Typ 3 und eine 360 V Drehstrommühle besessen, bin ich immer erpicht darauf, das mich die Leute anschreiben um ihren Typ hier vorzustellen und möglichst mit einer Reparaturanleitung. Herr Winterhalter hat eine Mokkamühle und eine des größeren Bautpys. Ich habe jetzt von Herr Schwarz eine Reparaturanleitung über die OF K1A bekommen. Ich habe ihn gebeten, das er mich diese auf meine Website/Blog nehmen lässt und er hat zugestimmt.

» Bitte auf die Bilder klicken, sie vergrößern sich dann. Vielen Dank! «

Hier ist seine Anleitung zur …

Reparatur am Elektromotor einer Zwanger K1A

Einleitung
Das Baujahr dieser Kaffeemühle ist mir nicht bekannt. Ich habe sie umsonst erhalten, weil sie defekt war. Also keines dieser abgedrehten „Angebote“ über tolle Deko-Sammler-Stücke für viele Euroscheine. Immerhin schien das Gerät noch komplett zu sein, es fehlt nur der Knauf am Trichterdeckel, und der Zustand von Lackierung und Chromteilen ist noch akzeptabel. Nach dem Anschalten brummte der Motor nur sehr unangenehm, sodass ein sofortiges Ausschalten angesagt war.

01_Geraet02_Typschild
Die Lackierung ist noch recht gut, die Chromteile glänzen nicht mehr richtig, haben reichlich Rostflecken und zahlreiche Beulen. Trichter und Kaffeebehälter sind vorhanden, ebenso die zugehörigen Deckel, aber am Trichterdeckel fehlt der Knauf.

Diese Anleitung sollte zunächst bis zum Ende durchgelesen und verstanden werden. Es geht um Strom, der lebensgefährlich ist, der aber auch das Gerät bzw. den Motor komplett ruinieren kann.

Ursachenforschung
Wenn der Elektromotor nicht dreht, aber hörbar Strom bekommt, könnte er mechanisch blockiert sein. Also wurde zunächst das Mahlwerk geöffnet und gereinigt. Dazu gibt es bereits diese beiden Anleitungen Teil 1 und Teil 2, die sehr hilfreich sind.

Um eine Reinigung wird man nicht umhin kommen. Und wären die Mahlscheiben kaputt, wären weitere Arbeiten am Gerät unnötig. Es macht also Sinn, sich zunächst mit Reinigung zu beschäftigen, und auf diesem Weg auch etwas über das Gerät und seine
Funktionsweise zu lernen. Und nur eine gängige Mechanik kann schadlos von einem Motor angetrieben werden.

03_Mahlscheibe_vorn04_Mahlscheibe_innen
Die vordere Mahlscheibe auf dem Mahlscheibenträger, der sonst auf der Antriebswelle sitzt. Die innere Mahlscheibe, zugesetzt mit altem Mahlgut, und die Antriebswelle, die sich immerhin drehen lässt.

05_Schluessel Angefeilter Werkzeugschlüssel, um den Mahscheibenträger von der Welle zu lösen / kontern.

Schaltet man diese Maschine nun ein, ohne Mahlscheiben, und dreht die Welle von Hand an, startet der brummende Motor durch – na immerhin. Also wurde alles schön gereinigt, das Kugellager im Mahlscheibenträger ausgebaut und gefettet, alles zusammengebaut und das Mahlwerk kalibriert (s. o.g. Anleitungen).

Wichtige Anmerkung:
Ab hier wird es elektrisch. Ich bin kein Elektriker, man möge mir falsch angewandte Fachbegriffe, oder das Fehlen solcher, verzeihen (und gerne ergänzend kommentieren).

Diese Maschinen sind sehr alt, die innen liegenden Kabel möglicherweise porös, die Schalter möglicherweise nicht korrekt (ab-)schaltend –

ElektroSign
es kann also überall jederzeit unerwartet Strom anliegen und Lebensgefahr bestehen !!!

Ein funktionierendes Mess- oder Stromprüfgerät ist zwingend erforderlich. Wer sich daran macht, an der Elektrik zu arbeiten, ist dafür selbst verantwortlich.

Autor und Betreiber der Seite übernehmen keinerlei Haftung.

Funktionsweise des Geräts beim Einschalten
Der verwendete Elektromotor braucht beim Start mehr Kraft, also mehr Strom, als im Normalbetrieb, also beim Mahlvorgang. Dazu gibt es im Gerät einen zusätzlichen Stromkreis, der nach dem Anlaufen des Motors ausgeschaltet wird. Die folgenden Bilder zeigen die dazu verbaute Mechanik.

06_Motor_hi Der „Chrom-Popo“ war mit einer zentralen Schraube an einem innen liegenden Träger verschraubt. Hinter diesem sieht man eine schwarze Trägerplatte mit der Aufschrift „Schaltmoment bei 2200 UpM“.

07_Motor_hi_re Hinten rechts: In der Mitte befindet sich ein Fliehkraftschalter an der im Motor liegenden Antriebswelle. Im Vordergrund ist ein im Betrieb stromführendes Kabel des Zusatzstromkreises.

08_Motor_hi_li Hinten links: Aus dem Fliehkraftschalter ragt ein Stift heraus, der Auslöser. Dieser drückt auf eine Kontaktwippe, die von Federn unter Spannung gehalten wird.

09_Schaltung Hier wurde die Trägerplatte abgeschraubt. Wenn der Auslöser also auf die Kontaktwippe drückt, wird der Zusatzstromkreis geschlossen.

10_Ausloeser Der Stromkreis führt von rechts nach links durch die Wippe, und kann durch den Auslöser durch Druck geschlossen werden. Dadurch spannen sich die beiden Federn, die den Kontakt trennen, wenn der Auslöser keinen Druck auf die Wippe ausübt.

Wenn der Motor eingeschaltet wird, bekommt er Strom von zwei Stromkreisen. Dann dreht sich die Antriebswelle und durch Fliehkraft wird der Auslöser in das braune Gehäuse des Fliehkraftschalters gezogen. Dadurch wird der Kontakt des Zusatzstromkreises unterbrochen, da er nach dem Anlaufen nicht mehr benötigt wird. Schaltet man die Maschine aus, tritt der Auslöser wieder aus dem Gehäuse, drückt auf die Wippe und schließt damit den Kontakt zur Vorbereitung des nächsten Starts.

Problem und Lösung
Der vorgefundene Zustand war, dass der Motor brummt und nur von Hand, durch eine leichte Drehung der Welle, in Gang gebracht werden kann. Es fehlt also am notwendigen Zusatzstrom. Da aber Strom am entsprechenden Kontakt anliegt, funktioniert die Schaltung des Kontakts nicht.

Das ließ sich auch leicht, im zusammengebauten Zustand, durch Druck mit einem isolierten Schraubenzieher auf die Wippe nachvollziehen. Dann wurde der Kontakt geschlossen, und auch durch den Auslöser geschlossen gehalten.

Das Problem ist also, dass der Auslöser beim Ausschalten nicht weit genug heraustritt, um auf die Wippe zu drücken. Entweder ist er zu schwach, oder an der Spitze etwas abgenutzt (ist ja nur altes Plastik). Den Schalter selbst habe ich lieber nicht aufgeschraubt, weil ich nicht weiß, was mir da entgegenkommt.

Der erste Versuch war, auf die Spitze des Auslösers ein Stückchen Isolierband zu kleben. Das funktionierte aber nur kurz. Durch die Fliehkraft löst es sich schnell. Außerdem war es bereits zu dick. Das führte dazu, dass der Zusatzstrom nicht schnell genug abgeschaltet wurde, und umgehend die Motorsicherung rausflog. Diese Kontaktwippe ist wirklich ein sehr fein reagierendes Stück Mechanik – und anscheinend muss das so sein. Es sei darauf hingewiesen, dass wenn die Motorsicherung nicht funktionieren würde, an diesem Punkt auch der Motor durchbrennen kann!

11_Loesung Das ist die in diesem Fall hinreichende Lösung. Der Alublock in der Mitte ist auf der Trägerplatte mit einer zentralen Schraube von hinten befestigt. Die Schraube wurde etwas gelöst. Dann wurde ein Stück dickeres Papier unter den Block geschoben und die Schraube wieder angezogen (und mit einem Cutter das überstehende Papier entfernt).

Durch das untergelegte Papier verringert sich der Abstand zwischen Auslöser und Wippe in einem Maße, dass beim Abschalten des Geräts der Auslöser gerade so weit auf die Wippe drückt, dass diese den Kontakt schließt und geschlossen hält.

Weiteres Problem: der Ein-/ Ausschalter
Nachdem die Maschine nun prima läuft, stellte ich fest, dass der Hauptschalter einen Wackelkontakt haben muss. Auch das konnte ich beheben. Aber: dazu musste ich den Schalter auseinander bauen …. und deshalb die Warnung: der Schalter besteht aus ca. 20 Einzelteilchen, die von zwei Federn unter Spannung gehalten werden, und die sich plötzlich in alle Himmelrichtungen verteilen, wenn man den Schalter aufschraubt. Dann hat man das Problem, die Teile wiederzufinden, ihren korrekten Zusammenbau auszutüfteln und sie schließlich wieder gegen die Federspannung zusammen zusetzen.

12_Hauptschalter Im geöffneten Standfuß sieht man den zweigeteilten Hauptschalter für die zwei Stromkreise. Da wenig Platz ist, sollte man den Schalter ausbauen. Dazu ist außen eine Rändelschraube, innen eine Mutter gekontert. Unbedingt sind die Kabel vor dem Lösen zu markieren, damit am Ende der Strom wieder da lang fließen kann, wo er es soll.


13_Hauptschalter_Z_O
Weitere Fotos zum Schalter habe ich (völlig genervt) nicht gemacht. Im Anhang befindet sich die Explosionszeichnung (im wahrsten Sinne).

Der Schalter besteht aus einer metallenen Einfassung. Innen befinden sich zwei Blöcke aus Bakelit, an denen sich je zwei Kontakte befinden. Die beiden Blöcke sind durch eine Platte getrennt, die auf beiden Seiten insgesamt vier Abstandhalter hat. Das ganze wird fixiert durch zwei Schrauben die von rechts nach links, oben und unten, den ganzen Block zusammenhalten.

In so einem Bakelitblock (beide sind gleich aufgebaut) befindet sich hinten eine kleine Metallwalze, die nach oben an die Kontakte geschoben wird, wenn man den Schalthebel von außen bewegt. Diese Walze wird durch ein isoliertes Gegenstück an das hintere Bakelit gedrückt. Das Gegenstück hat vier Metallstifte. Diese zwei Isolatoren sind miteinander durch ein Blechstück verbunden. Auf die Metallstifte wird eine kleine Feder aufgesetzt und abschließend eine kleine Metallplatte, welche die Feder zusammendrücken kann. Diese Metallplatte wird durch den außen liegenden Schalthebel in den vier Metallstiften gehalten.


14_Hauptschalter_Z_S
Muss man das Ganze zusammenbauen, bereitet man zuerst die Federn vor.

Sie werden mit zwei Drähten zusammengedrückt. Dann nimmt man Zwirn und bindet die Federn fest zusammen, sodass man die Drähte wieder entfernen kann. Hat man am Ende den Schalter wieder verschraubt, kann man den Zwirn mit einem Cutter und einer Pinzette aus den Federn zupfen.
Es empfiehlt sich, zunächst die untere Schraube einzuführen und die Bakelitblöcke und die Trennteile aufzureihen. Zieht man die Schraube noch nicht zu fest, kann man das alles als Block nach außen schwenken und ganz gut in der Hand halten. Aber vorher mal die Abstandsringe anschauen – die sind wohl handgefertigt und unterschiedlich dick. Man hat am Ende ein Problem, wenn man die beiden dicksten Exemplare mit der oberen Schraube fixieren will, denn da reicht dann der Platz nicht.


15_Hauptschalter_Z_D
Bei den Kleinteilen beginnt man mit den hantelartigen Kontaktwalzen.
Die haben eine flache Führungsschiene in den Bakelitblöcken. Dann setzt man die Isolatoren auf, die beide mit einem Blech verbunden sind. Dann folgen die verzwirnten Federn und die beiden Abschlussbleche. Das balanciert man nun so aus, dass man mit dem Schalthebel zwischen die Metallstifte auf die Abschlussbleche drückt …. und klappt vorsichtig den Schalterblock zusammen. Den kann man nun mit der oberen Schraube schließen, dabei die Abstandsringe nicht vergessen.

Und sicher, das Puzzle fällt einem x-mal auseinander.

Schlussbemerkung
Diese Anleitung soll den Benutzern dieser Kaffeemühlen helfen, ihre liebgewonnenen Schätzchen zu erhalten.

Diese Anleitung ist nicht dazu gedacht, Antiquitätenhändlern oder privaten Verkäufern ihr Geschäft zu erleichtern, die bestenfalls als Ersatzteilträger geeigneten Rosthaufen hochpreisig anzubieten, weil es ja so viele gute Anleitungen im Internet zur Reparatur gäbe.

Repariert selber – und stellt Beschreibungen zur Verfügung!

Jochen Schwarz


°° C2C °°

Jun

9

Zwischen Elbe & Flut (Teil 8) Der Stadthafen…

By Coffee2Cup

NaJa, da ich jetzt nicht mehr auf der Elbe bin, werde ich jetzt wohl zwischen Krückau und Flut schreiben müssen.
Und eventuell eine neue Kategorie anlegen.

Da wir im Stadthafen eine Ausstellung von historischen Schiffen, dazu zählen auch Segeljollen und Kähne, Nachen.
Diese trägt dem Namen „Hafen Elmshorn – Tor zur Elbe“. Auf Grund dessen hat die Stadt Elmshorn ab Freitag nacht um 2:00 h das Schott, ich meine das Sperrwerk, zugemacht um für einen gleichbleibenden Wasserstand zu sorgen.

Somit bin ich am Samstag, den 08.06.13 mit dem Kahn (samt Wassermoped, ich war zu faul mich körperlich zu betätigen) gefahren. Mein Freund und seine Frau kamen auch mit dem (alten) Piraten (Segeljolle). Ich für meinen Teil habe nur eine Runde in Hafenbecken gedreht und dabei gedacht: ‚Soviel alte Schiffe sind das nicht. Vier oder fünf. Und davon waren auch nur zwei wirklich historisch.‘

Hihi, Chehna stand wie so ein Alter Piratenkäpt’n auf der Ducht, und schien zu sagen „Rudergänger, halte Er mittschiffs! Und steuere Er keine Bäckerkringel.“
Viele Leute haben sie auch so photographiert, oder sogar Filme gedreht.

Hier sind die Bilder vom Hafen Elmshorn – das Tor zu Elbe:

Tor_zur_Elbe02Tor_zur_Elbe18

Tor_zur_Elbe19Tor_zur_Elbe20

Tor_zur_Elbe22Tor_zur_Elbe23

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Tor_zur_Elbe07Tor_zur_Elbe08

Tor_zur_Elbe09Tor_zur_Elbe10

Tor_zur_Elbe13Tor_zur_Elbe14

Tor_zur_Elbe15Tor_zur_Elbe30

Und nun zum eigentlichen Thema zurück:

Da ich das erste Mal in diesem Jahr Kahn fahre – muß ich mich wieder an das Wassermoped gewöhnen. Der Gasschieber ist ein bißchen schwergängig. Mal sehen, wieviel Liter ich denn so brauche. Ich bin dann die Krückau runter bis km 5,5 – da machte mein Motor Zicken. Na Gut – war kein Sprit mehr drin.
Somit bin ich an Land, da ich so etwas ähnliches wie einen Steg sah. Chehna ist an Land gehüpft und hat sich die ganze Sachlage mal vom Land aus angesehen.

Merkwürdig, merkwürdig! Als ich Benzin aus meinen Kanister nachfüllen wollte – war im Benzintank noch genug drin.
Hm Hm. Das heißt dann wohl für mich, den Motor nochmals mit nach Hause nehmen und nachsehen, was damit nicht stimmt.

Danach habe ich mir erstmal einen Becher Kaffee eingeschenkt und einen Zigarillo geraucht.
Da ich nicht wußte, wem das Land eigentlich gehört zur Gemeinde oder aber zum Grundstück – und somit habe ich den Leuten, die den Deich runterkamen, mich entschuldigt, das ich auf Ihren Land festgemacht habe. Ebenso habe ich erzählt, das mein Motor gestreikt hat. Die Frau sagte sofort, kein Problem – ich könne hier immer festmachen. Der Mann hat dazu bekräftigend genickt. Wir haben uns dann noch bummelig eine Stunde unterhalten, aber dann wollte ich auch wieder los.
Chehna hat ebenfalls drei neue Freunde gefunden. Zwei Schäferhunde und einen Jack Russell.

Auf dem Rückweg, passierte das gleiche Spiel wie auf dem Hinweg, nämlich das der Motor fast erstarb. Nun gut, ich war nicht mehr weit weg von meinen Heimathafen, ca. 500 m so das ich den Rest des Weges auch bequem mir den Riemen hätte erreichen können.

500m vor dem Ziel – aufgeben? Oder gar rudern?
Nein, Nö, Nee!
Wollte ich aber nicht. Also den Motor hochgeklappt, drei Sekunden oben gelassen – runtergeklappt weiter gings.

Als ich den Kahn wieder an Land hatte, mußte ich doch zu meinem Ungemach feststellen, das das Vorderdeck, die Ducht (Mittelbank) und der Boden vom Vorschiff richtig, aber so richtig mit Krückau-Schlick bedeckt war.
Voller kleiner Hundepfoten.
Mist.

Als ich den Kahn dann „Klarschiff“ hatte, wieder in die Halle gefahren, war es 17:40 Uhr.
Von 12:00 Uhr an.

Notiz:
Das nächste mal an Sonnencreme denken. Meine Oberschenkel leuchten wahrscheinlich noch im Dunkeln !


°° C2C °°