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Feb

15

Chehna lahmt

By Coffee2Cup

Da Chehna sich irgendwo eine Glasscherbe oder einen umgedrehen Kronenkorken in die rechte hintere Pfote eingezogen hat, mußte ich mit ihr zum TA.
Ich fahre immer, naja, mein Väterchen fährt mich immer nach Glückstadt zu Dr. Thomas Nehring, da er meiner Meinung nach der beste und auch der preisgünstigste ist.
Es gibt meiner bescheidenen Meinung nach nur drei/vier gute Tierärzte hier und die befinden sich alle außerhalb Elmshorns.
Ausserdem „repariert“ er die Hunde und Kleintiere nicht nur mit Chemie (Pillen, Spritzen), sondern auch mit alternativen Methoden. Er erklärt auch, was er am Tier unternimmt.

Diesmal ging es nicht anders als mit Pillen und Spritzen. Leider hat er mich vergessen aufzuklären, was das Medikament für Nebenwirkungen hat.
Ich habe hier mal ein .pdf File Previcox57/227.pdf.
Selbstredend hat es meinen Hund die Schmerzen genommen. Und wir sehen ja auch mit immer auf den ‚Waschzettel‘ der jedem Medikament beiliegt, wenn der Arzt es uns vergisst zu sagen.

Da mein Hund ja sonst Hummeln im Mors hat, verflogen sich diese mit jedem Medikament mehr, bis sie gar keine mehr hatte und sie nur noch hinter mir hergeschlichen ist. Ich war ganz schön froh, das die Medikamentengabe nur über fünf Tage ging. Danach kamen ‚zwei Hummeln‘ täglich dazu.

Ich hatte schon befürchtet, das eine Sehne in ihrer Pfote angerissen sein könnte.
Und selbstverständlich kam sie an die Leine!
Das ist ja wohl klar.


°° C2C °°

Feb

12

Gedankensplitter [Teil 4]

By Coffee2Cup

Gegebenheiten aus dem alten FZZA in den Jahren 1961-64
aufgeschrieben von Volcker Spaan (c).


Unsere Lehrgangsteilnehmer ließen nach dem Lehrgang ihre Unterlagen und sonstige Sachen gerne durch unsere Kraftfahrer zu ihren Dienststellen im ganzen Bundesgebiet bringen. Da einer von unseren Lagerarbeitern beim Verpacken dieser Sachen gerne irgendwelche einschlägige Zeitschriften dazulegte, bekam unser Amt öfter mal Beschwerdeanrufe.
Der Haussegen hing bei den Lehrgangsteilnehmern ganz schön schief


Unsere Kraftfahrer fuhren einmal in der Woche Richtung Dänemark. Bei der Rückkehr wurden sie schon sehnsüchtig erwartet. In der damaligen Zeit gab es nur in Dänemark ,ähm, diese besonderen Hefte


Kollege T. hatte Ärger mit seiner KFZ-Werkstatt. Dauernd gab es wegen der Reparaturen etwas zu meckern. Das Telefon klingelte. Er dachte, es wäre der erwartete Anruf von der Werkstatt und legte gleich los mit den Beschwerden in einem sehr harten Ton. Die Kollegen rundherum bestärken ihn mit Zurufen wie: ‚Gibs ihm, laß dir das nicht gefallen‘ usw.
Irgendwann merkte er das auf der anderen Seite nicht die Werkstatt, sondern Herr D., sein Chef war


Herr H. hatte sich einen Bart wachsen lassen. Nach ca. sechs Monaten kamen die Mitarbeiter auf die Idee ihm den Bart zu stutzen. Zwei Kollegen hielten ihn fest, während W.W. mit einer Papierschere die Barthaare stutzte. Er mische sie unter den Tabak eines Kollegen, der gerade nicht ihm Raum war. Der Kollege T. rauchte später seine Pfeife so wie immer – er hat nichts gemerkt.


In der Kantine wurde nach Feierabend öfter mal Skat gespielt. Das wurde dann auch mal später. Etwas später. Herr W., der Kantinenpächter, hielt es meist bis 22:00 Uhr aus. Dann machte er Feierabend, legte einen Schreibblock hin, und ließ die Verkaufsräume offen. Jeder der noch ein Bier haben wollte, holte es sich und schrieb seine Schulden auf.
Welches Vertrauen!


C. S. war begeisterter Eisenbahnfan. Er wollte seinen Kollegen in der Konstruktion einmal seine Minieisenbahn vorführen. Er baute alles auf einer Holzplatte auf und wollte es am nächsten Morgen den Mitarbeitern zeigen. H-J.K. hatte unbemerkt einen langen dünnen Plasikschlauch zwischen der Modellbahnplatte und seinem, nur ein paar Meter entfernten, Arbeitsplatz montiert. Als am nächsten Morgen die Bahn ihre Runden drehte, blies er Zigarrettenrauch durch den Schlauch und es sah aus als wenn die Lokomotive ihren Rauch ausstieß. Mit diesen dünnen Schlauch konnte man auch ganz andere Sachen machen


Herr I. packte nach dem Dauerlauf im Prüffeld die instandgesetzten Fernschreiber auf die fahrbaren Regale. Dazu wurden die Papiere an die dafür vorgesehenen Halter mit Büroklammern festgemacht. Er hatte die Angewohnheit sämtliche Klammern die er fand, zu einer langen Kette zu verbinden. Diese Kette wurde dann wieder in die Büroklammerbox gesteckt.
Die anderen Kollegen waren sauer, wenn sie diese Kette auseinanderpusseln mußten.


K.D. erzählte jedem, das er der größte ‚Ringer‘ sei. Er sei ein Thürringer.

K.D. sollte nach der Flutkatastophe die Toilettenräume im Atlasgebäude streichen. Diese Räume waren durch die dort einquartierten Schweine sehr lädiert worden. Er fing aber mit der Malerei schon an, bevor die Schweine ausquartiert worden waren. Er hat dann die Schweine gleich mit angestrichen


Das FZZA war eine Dienststelle der Deutschen Bundespost. Alle Geräte durften nur von den Mitarbeitern benutzt werden. Eine Fremdfirma hatte im Gebäude eine Bitumendecke gegossen. Beim Heißverlegen fing diese Feuer. Der nächste Feuerlöscher auf der Wache durfte nicht benutzt werden. Diese Arbeiter waren ja nicht von der Deutschen Bundespost – es wurde mit anderen Mitteln gelöscht!


Herr S. war der felsenfesten Meinung in seinem KFZ sei kein Rückwärtsgang.
Die Lehrlinge mußten ihn dann immer aus der Parklücke schieben.

Den Namen ‚Jan Saft‘ bekam er nach folgender Begebenheit:
Beim Aufbau der Werkstätten im FZZA mußten ja zahlreiche Kabel für Netzspannung und Telefonie verlegt werden. Beim Ausmessen der Spannungen rief er dann als Prüfer beim Zeigerausschlag des Meßgerätes: ‚Saft ist da!‘ Und J. hieß er selbst


Warum hatten wir ihn der Fernschreiberwerkstatt ganz lange Schraubendreher?
Damit wir weit, weit weg von der Arbeit waren


In den ersten Jahren wurde am Freitag der Lohn in den Werkstätten noch bar ausbezahlt (Lohntütenball). Der Kassenwart ging dann mit einer weiblichen Hilfskraft durch die Räumlichkeiten. Diese Hilfskraft mußte dann ein Pistole mitschleppen. Sie hatte, nach Befragen, keine Ahnung wie solch eine Pistole funktionierte!
Aber: Vorschrift ist nun mal Vorschrift!

Fr. H.S. war die erste Frau in der Fernschreiberwerkstatt. Es wurde ein Brett zusätzlich vorne am Werktisch angebracht. Damit war sie vor den Blicken der männlichen Mitarbeiter geschützt.
Wir nannten das Brett: ‚Schambrett‘


E.P. war verantwortlich für die Dusch und Badeanlagen. Er trug dann, sehr stolz, seine weiße Bademeisteruniform.
Da E. manchmal dem Alkohol sehr zugesprochen hatte, sah man ihn dann in der „Königsstrasse“ in seinem weißen Anzug.
Einmal regelte er so am Sandberg den Verkehr


G.F. wurde in eine andere Werkstatt in den dritten Stock versetzt. Seine Mitarbeiterin war schon drei Wochen früher in diese Werkstatt gekommen.
Als G. sich vorstellte, erklärte die Mitarbeiterin: ‚Ich kenne ich schon von da unten!‘

(Eigennamen wurden aus redaktionellen Gründen verändert oder aber abgekürzt.)


°° C2C °°