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Jun

6

Zwischen Elbe & Flut (Teil 7) … und verkauft!

By Coffee2Cup

Zwar nicht den Kahn, sondern den Jollenkreuzer.
Dieser wird für wenig Geld den Besitzer gewechselt. Eventuell sogar nur für den obligatorischen 1 Euro.

Mein Kumpel hat mich angerufen um mir Bescheid zu geben, das er meine Hilfe braucht: Den Jollenkreuzer von den Böcken hieven um ihn auf den Slipwagen transporieren. Da er das nicht alleine kann, bin ich in den Hafen und habe mit angepackt.

Nun, wir hatten nicht gedacht, das der Jollenkreuzer zu Wasser gelassen werden kann – aber wir haben es geschafft. Sogar den Mast haben wir gestellt und die Kuchenbude, das Persenning, haben wir rübergezogen. Dann hat mein Freund nochmals die Backskisten durchforstet und mir einige nützliche Dinge zu schenken.

Tja, nun.
Da geht er hin.
Der Jollenkreuzer.

Aber ich habe ja immerhin noch den Kahn, mit dem ich die Krückau rauf wie runter fahren und dabei, na ja nicht dabei, photographieren kann!

Außerdem habe ich erfahren das der Kahn, wie schon in meinen vorherigen Beitrag angekündigt, von der Hein Bootswerft gebaut wurde, das genaue Alter wollte Jürgen Hein [Inhaber der Werft] nochmals nachschlagen.


°° C2C °°

Mai

26

Zwischen Elbe & Flut (Teil 6) Aufrüstung…?

By Coffee2Cup

Mein Vater spricht schon, von Kugels Kahn, spöttisch von den „großen LuxusLiner“, nun muß ich nur noch die „Welt“ davon überzeugen.

Da ich letztes Jahr die Bodengrätings, Riemen und die sogenannten „Steckschotten“ lackiert habe, werde ich dieses Jahr das Achter & Vordeck, die Ducht und das Schandeck lackieren.

Abb 1.

Kahn-0001Kahn-0002

Vielleicht auch noch den Spiegel und die Außenhaut. Mal sehen, wie lange ich mit dem Bootslack auskomme.
Außerdem werde ich die Tauwieling abnehmen und nochmals ordentlich säubern und dann vernünftig befestigen, da sie jetzt nur mit Kupferdrähten befestigt ist. Diese sind im Laufe der Zeit marode geworden und brechen schon. Und die Drähte sehen auch nicht gut aus. Nein, wirklich nicht.

Abb 2.

Kahn-0009Kahn-0017

Abb 3.

Kahn-0038Kahn-0034

Abb 4.

Kahn-0045Kahn-0067

Da ich dann nochmals mit Kugel gesprochen habe, weil es ja sein Kahn ist, meinte er zu mir ich solle die Tauwieling nicht abnehmen, sondern nur mit dem Hochdruckreiniger abspritzen. Sicherlich habe ich das auch schon gemacht – bloß dann bleibt eine Seite, die nämlich zur Bordwand hin, schmutzig – mit Krückauschlick. Ebenso sagte er zu mir das ich da die maroden Drähte herausnehmen sollte und dann mit neuen Kupferdrähte belegen solle.
Ok, dann werde ich es auch so machen.

Kugels Worte sind, im Bezug auf den Kahn, für mich Gesetz.

NaJa, muß ich also auch kein Geld mehr ausgeben.

Eventuell kommt der Kahn, da er ja relativ alt (50+) und wohl auch selbstgebaut ist, erstmal ins Industriemuseum Elmshorn. Zur Sonderausstellung: Tor zur Elbe – Hafen im Gezeitenwandel. Ich, respektive Kugel, hätte sich nach den Daten erkundigen sollen: Vom 08. Juni 2013 bis zum 08. September 2013. Na, dann wird es mit schippern dieses Jahr wohl nichts! Und wenn der Kahn einmal im Museum ist, dann hege ich die Befürchtung, das er dann verkauft wird.

Soviel Geld wie Kugel für den Kahn haben möchte, kann ich mir in diesen Leben sowieso nicht mehr zurechtsparen.


°° C2C °°

Mai

20

Zwischen Elbe & Flut (Teil 5) Abschrubben ist angesagt!

By Coffee2Cup

Verflixt, noch mal zu!
Ich hätte den Kahn letztes Jahr schon irgendwie abschrubben sollen.
Aber ich war wohl zu bequem dazu, und dann ging es nicht mehr, da ich den Kahn unter Kugels Boot, welches auf hohen, dennigen Böcken steht, gelegt habe und innerhalb von zwei Tagen hat sich da doch noch so’n Dickschiff hingestellt. So in einem Meter Abstand zu Kugels.
Manövieren mit dem Kahn war da nicht mehr drin.

Da Kugel nicht mehr mit dem Jollenkreuzer segeln will, hat er ihn für den obligatorischen 1€ verkauft – nun, ich kann ihn auch verstehen!
Er hat den Jollenkreuzer ausgeräumt und viele Sachen gefunden hat die für den Kahn sind. Aus diesem Grund hat er mich auch angerufen, um mir zu sagen, das er in der Pütz die Zepter (3 Stück), einen Fender (klein), einen rechteckigen Stoff Fender (zu draufsitzen) ein weng Bootslack ect. hineingelegt hat. Und das ich sie abholen könne, damit sie nicht auf unerklärliche Weise abhanden kommen.

So bin ich in den Hafen um diese Dinge aus der Halle zu holen, und sah -> Kein Dickschiff mehr da! Na, super. Da das Wetter einigermaßen passt, es ist schön und ganz ohne Regen. Somit habe ich den Kahn auf den sogenannten Waschplatz gefahren, das heißt: Da stand der Hochdruckreiniger. Ich habe das Teil denn erstmal angeschlossen: Wasserzufuhr und das Elektrokabel 360 Volt. Aber: es wollte kein Wasser kommen.
Nöhl, Pöbel, Schimpf, Motz Mecker.
Ich habe mir gedacht das da irgendwo eine Sicherung wieder reingedrückt werden muß, aber da ich den Hafen nicht so häufig aufsuche, habe ich mir von zwei Seglern helfen lassen. Nachdem sie das Kabel umgesteckt hatten und die Sicherung wieder reingedrückt, lief der Hochdruckreiniger dann auch.

Und ich habe mich dann an die Arbeit gemacht.
3,5 Stunden habe ich insgesamt dafür gebraucht! Apropos: Chehna hat nicht genervt, was auch ein Glück war.

70.000 mal mit den Hochdruckreiniger abgespritzt, von innen und außen. Dann die Bürste genommen, und geschruppt wie noch nie.

Krückauschlick, Mist!

Dann wieder mit den Hochdruckreiniger darübergegangen. Hm, sah immer noch nicht gut aus. Dann mit dem Lappen, auch so um und bei 30 mal. Dann wieder mit dem Hochdruckreiniger. Hm, immer noch nicht. Aber ich hatte ja noch ein Teil in petto, den Schwamm. Als ich den Kahn dann wieder nass gemacht habe: Die Aussenhaut war super! Nur innen war es für bescheidene Ansprüche ausreichend.

Und ich hatte keine Lust mehr.

Kreuzschmerzen bis zum Abwinken, also bin ich, nachdem ich diese Sachen alle weggepackt habe. Den Kahn wieder in die Halle unter Kugels Boot geschoben. Ich war froh, als ich den Schlüssel in der Hallentür rumdrehte.

Allerdings bin ich nach Hause „gebückt“ gegangen – wie gesagt Kreuzschmerzen. Und geschlichen.

Ähm, wo sind meine Schmerzmittel? AhJa – hier! Tram.. 200 und die Rückenschmerzen sind in einer Stunde weg!


°° C2C °°

Mai

14

Original Favorite Reparaturanleitung Teil II

By Coffee2Cup

Ich habe den ersten Teil der Reparaturanleitung vor zig Jahren geschrieben, wahrscheinlich etwas konfus und so das andere da nicht durchblicken können. Aber mich haben auch nicht wenige Leute angeschrieben, via Mail oder via Telefon, die dieses als Basiswissen für ihre eigene Original Favorite verwendet haben.
Da meine drei Original Favorite (n) nie wieder zu reparieren war, habe ich mich auch damit nicht mehr beschäftigt.

Diese Reparaturanleitung Teil 2 kommt von Clemens Winterhalter. Ich habe ihn gefragt, ob er sie mir zur Verfügung stellt, damit ich sie hier veröffentliche.

Wartungsanleitung
Zwanger Favorite Kaffeemühlen dieser oder ähnlicher Bauart

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Meine beiden Maschinen verwende ich regelmäßig, mahle damit meinen Espressokaffee.
Das ist problemlos auch in großen Portionen (eine Trichterfüllung) möglich.
Da die Geräte alt aber funktional, schön und erhaltenswert sind, brauchen sie ein wenig Zuwendung, wenn mann sie auf Dauer nicht nur anschauen sondern auch benutzen möchte.
Bei der Einstellung des Mahlgrades gab es Probleme, Die gewünsche Feinheit für den Espresso war nicht zu erreichen, der Kaffee zu grob und ungleichmäßig gemahlen. Die Einstellung erfordert zu viel Kraft.

Konstruktion des Mahlwerks:

Zwei Mahlscheiben, eine feste innere und eine axial auf der Motorwelle verschiebbare äußere, rotieren gegeneinander. Der Abstand der Scheiben bestimmt die Feinheit des gemahlenen Kaffees.
Das kann mit dem Regulierrad eingestellt werde.
Im Inneren des Einstellrades sorgt eine Lochscheibe aus Kunststoff dafür, das das stufenweise geschehen kann. Die Lochscheibe drückt mit ihrem Gewindekern auf einen metallischen Stempel, der die äussere Mahlscheibe je nach Stellung des Rades mehr oder weniger an die innere Scheibe heranführt.
Für die Regulierung sind zwei Dinge wichtig,

• die äußere Mahlscheibe muss sich axial auf der Motorwelle leicht gegen die innere bewegen können.
• der Spalt zwischen äußerer und innerer Mahlscheibe muss über die Regulierschraube durch den Stempel verändert werden können, der kugelgelagerte Stempel selbst muss sich frei radial mitdrehen.

Beide Funktionen sind durch den Gebrauch der Maschine (Kaffeereste) Verschmutzung und Verschleiß unterworfen und müssen gelegentlich gereinigt werden.

Vorgehen:

Es muss zunächste der Regulierknopf auf Stufe 9 (ganz grob) herausgedreht und entfernt werden. Kunststofflochscheibe herausdrehen, der Raststift sitzt lose auf einer Feder. Danach die beiden Rändelschrauben lösen und den kompletten Einstellkopf abnehmen.

Wartung des kugelgelagerten Stempels:

Mit dem Finger oder wenn das nicht geht, mit einem geeigneten Werkzeug den Stempel zur Innenseite hin herausdrücken.
Das Kugellager mit einem kleinen Abzieher abnehmen. Darauf achten, dass die Kugeln und die Distanzscheibe auf dem Kugellager nicht verloren gehen. Das Lager hat keinen geschlossenen Käfig! Das Lager mit Waschbenzin sorgfältig reinigen und mit geeignetem Kugellagerfett wieder befüllen (das ganze geht notfalls auch ohne das Lager abzuziehen). Den Stempel wieder aufstecken. Er muss sich nun leicht drehen können. Die Distanzscheibe nicht vergessen!
Ein blockierendes Lager zerstört sowohl die Lagerbüchse im Kopf als auch den Stempel selbst, die Auflagefläche der äußeren Mahlscheibe und die Mitnehmerplättchen aus Pertinax. Wegen der großen Kräfte wird auch die Lochscheibe aus Kunststoff zu sehr belastet, wird heiß und verformt sich, evt. sogar dauerhaft („eiert“).

Wartung der äußeren Mahlscheibe:

Abnehmen der äußeren Mahlscheibe.

Von grobem Werkzeug und Gewalt rate ich ab, das Material ist relativ weiches Metall, (Eisen die Welle,die Hohlachse der Mahlscheibe, Aluminium das Maschinengehäuse), also ist Vorsicht geboten, um Beschädigungen der Oberflächen und spätere Unwucht der Scheibe zu vermeiden. Geht etwas kaputt, ist die Maschine unwiederbringlich verloren, Ersatzteile sind ja nicht mehr verfügbar *. Die Mahlscheiben selbst sind komplex geschliffen und nicht reparabel oder aufzuarbeiten.

Ich rate zu folgendem Vorgehen:

Kunststoffplättchen (Pertinax) im dem Spalt zwischen Motorachse und Mahlscheibe lockern und mit einer geeigneten Zange entfernen.
„Einweichen“ des Spaltes zwischen Motorwelle und Scheibenachse mit einem lebensmittelgeeigneten Öl z. B. Ballistol. Die Hohlachse und Scheibe haben einen Schlitz, der muss nun mit einem geeigneten Werkzeug sicher festgehalten werden.
Hier hilft evt. nur ein selbstgebautes „Spezialwerkzeug“

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Flacheisen mit passender Aussparung für die Befestigungsschrauben des Einstellkopfes, Schlitz zur Aufnahme der Festhaltekeile /Schraubenzieher zum Festhalten der äußeren Mahlscheibe, zentrales Loch 10mm für den Schlitz in der Motorachse.
Besser komplett aus einem passenden T-Eisen gesägt, gefeilt und gebohrt, oder ein großer Schraubenzieher. Mit einem zweiten Schraubenzieher mit der Klingenbreite von 10mm kann nun die Motorachse gegen die Hohlwelle der Mahlscheibe losgerrüttel werden. Sie kommt dann durch drehen von selbst nach vorne. Ein Schraubenzieher vorsichtig von unten zwischen die Trägerplatten der beiden Mahlscheiben hilft dabei. Alles ein paarmal hin und her, so wird die Scheibe ganz aus dem Gehäuse herausbefördert und kann komplett von der Motorachse abgezogen werden.
Reinigung der Hohlachse und der Motorwelle mit Ballistol auf einem Leinenstreifen. Kein Schmirgelpapier!
Nach dem Aufsetzten muss sich die Scheibe auf der Achse wieder leicht nach innen drücken lassen. Sie kommt durch eine Feder nach dem Eindrücken wieder etwas heraus, das muss so sein.

Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge.

Die Nullstellung der Regulierschraube (= kleinster Mahlgrad) wird durch Rechtsdrehen bei laufendem Motor bis zum metallischen Kontakgeräusch zwischen den beiden Mahlscheiben gefunden. Ein Loch zrückdrehen und die Regulierschraube mit der Null nach oben wieder aufsetzen.
Fertig.
Nach diesen Maßnahmen ließ sich der Kaffee sehr fein und gleichmäßig mahlen.
Ich bin seither vollauf zufrieden.

Nach bestem Wissen und Gewissen, aber natürlich ohne Gewähr!
* ungeprüft ebay 21.3.2012: Die Maschine hat die gleichen Mahlscheiben wie die Olympia Express Moca und sind austauschbar. www.olympia-express.ch

Frankfurt, Dezember 2012
Clemens Winterhalter

Dokumentation in Bildern

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°° C2C °°

Feb

1

Habe mein Theme geändert …

By Coffee2Cup

Damals gab es Yoghourt nur in der Html-Form, als WebPage-Template. Html „programmiere“ ich zwar selbst, aber ich war immer schon begeistert von dem Design.
Deshalb habe ich auch Adventure von Eric Schwarz (erst einmal) deaktiviert.

P.S. Ausserdem sehe ich es nicht ein, wenn mir ein Theme gefällt, es neu zu programmieren!

Ich hoffe ja, euch gefällt mein neues Design eben so gut wie mir.

Gebt mir ein bisschen Zeit um es richtig anzupassen!

Apropos: Meine Webpage ist weiß – ich habe sie gecancelt, das bedeutet für mich die Webpage neu zu gestalten.
Da das ein weng länger dauert – Seid neugierig und gespannt.


°° C2C °°